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Priapismus - Dauererektion

Priapismus wird allgemeinhin Dauererektion genannt. Ärzte bezeichnen damit eine 4 - 6 Stunden anhaltende Erektion, die ohne sexuelle Erregung entsteht. Eine Dauererektion tritt jedoch nur sehr selten auf, kann aber, je nach Ausprägung, massive gesundheitliche Schäden verursachen. Was sich also erst mal wie der Traum vieler Männer anhört, kann sich zu einer ernsthaften Gefahr ausweiten.

Informationen zur Dauererektion

Wie wird Priapismus unterschieden?

Es gibt zwei Arten von Priapismus: Low-Flow-Priapismus und High-Flow-Priapismus.

Low-Flow-Priapismus – schmerzhaft und gefährlich

Etwa 90 Prozent der Männer leiden unter dem sogenannten Low-Flow-Priapismus Bei dieser sehr schmerzhaften Variante kann das Blut, dass sich in den Schwellkörpern des Penis befindet, nicht abfließen. Durch die lang anhaltende Stauung des Blutes steigt der Kohlendioxid (CO2)-Gehalt, und der Sauerstoffgehalt sowie der pH-Wert sinken. Äußerlich verfärbt sich die Eichel blau und der Penis ist starkt verhärtet.

Beim Low-Flow-Priapismus handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Betroffene sollten so schnell wie möglich zum Arzt gehen, denn ohne eine schnelle Behandlung drohen dauerhafte Schäden in den Schwellkörpern. Daraus können ernsthafte Erektionsstörungen resultieren.

Ein Sonderfall des Low-Flow-Priapismus ist der intermittierenden Priapismus Dabei kommt es in immer wiederkehrender Folge zu Erektionen, zumeist in Abständen von 3 – 4 Stunden, die ohne Behandlung wieder zurückgehen. Der zeitliche Abstand zwischen den Erektion kann von einigen Stunden bis zu ein paar Wochen beträchtlich variieren. Diese Sonderform ist weniger gefährlich, sollte jedoch trotzdem ärztlich untersucht werden.

High-Flow-Priapismus – seltener und weniger schmerzhaft

Circa 10 Prozent der Betroffenen haben einen High-Flow-Priapismus. Diese Variante ist weit weniger schmerzhaft. Dabei strömt eine große Menge arterielles Blut unkontrolliert in die Schwellkörper des Penis. Das venöse Blut kann jedoch – im Gegensatz zum Low-Flow-Priapismus – ungehindert abfließen. Deshalb sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut nicht ab und die Folgen sind nicht schwerwiegend.

Hilfe bei Priapismus

Ursachen einer Dauererektion

Als Ursachen für Priapismus, kommen je nach Form, verschiedene Faktoren in Frage.

Ursachen eines Low-Flow-Priapismus

Low-Flow-Priapismus entsteht, wenn der venöse Blutfluss gestört ist. Dieser Zustand entsteht u.a. bei:

  • Bluterkrankungen (z.B. Leukämie, Sichelzellenanämie oder Thalassämie)
  • metabolische Erkrankungen (z.B. Diabetes oder Gicht)
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose oder Verletzungen des Rückenmarks)
  • urologische Entzündungen

Auch Verletzungen der Schwellkörper können zu einem Low-Flow-Priapismus führen. Weiterhin sind auch Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum  und bestimmte Medikamente Faktoren, die zu einer Dauererektion führen können. Dazu gehören bestimmte Alphablocker, Antidepressiva, Antipsychotika, PDE-5-Hemmer (zur Behandlung von Potenzproblemen, z.B. Viagra) und die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT).

Die Ursachen einer Dauererektion können in etwa der Hälfte der Fälle nicht eindeutug bestimmt werden. Ist dies der Fall, wird er als primärer oder idiopathischer Priapismus bezeichnet.

Vor allem der intermittierender Priapismus ist häufig bei jungen mit Sichelzellenanämie zu finden. High-Flow-Priapismus wird häufig von Verletzungen im Genital- oder Dammbereich verursacht, wie sie zum Beispiel durch Unfälle, Operationen oder Injektionen entstehen können. 

Das hilft bei Priapismus

Wie wird ein Priapismus festgestellt?

Low-Flow-Priapismus muss vor allem sehr schnell behandelt werden. Deshalb ist es im Rahmen der Behandlung sehr wichtig, die Art des Priapismus zu bestimmen. Der behandelnde Arzt führt zunächst eine Amnese durch, in der er die Dauer, den Beginn und die Häufigkeit erfragt. Auch werden Angaben zum Alkohol-/Drogenkonsum abgefragt und welche Medikamente eingenommen werden.

Daran anschließend findet die eigentliche Untersuchung des Penis statt. Vor allem das äußere Erscheinungsbild und die Schmerzempfindlichkeit werden genauer untersucht. Diese beiden Faktoren können einen Aufschluss geben, um welche Form des Priapismus es sich handelt. Beim Low-Flow-Priapismus ist der Penis prall gefüllt und sehr berührungs- und schmerzempfindlich. Die Intensität des Schmerzes nimmt mit zunehmender Erektionsdauer zu. Beim High-Flow-Priapismus hat der Betroffene kaum oder gar keine Schmerzen. Auch äußerlich unterscheidet sich der Penis, denn er wird nicht komplett steif.

Danach wird ein großes Blutbild erstellt. Dabei wird direkt aus den Schwellkörpern Blut entnommen und auf den pH-Wert, Kohlendioxig- und Sauerstoffgehalt hin untersucht. Weiterhin kann die Farbe des Blutes weiteren Aufschluß geben. Beim Low-Flow-Priapismus ist es dunkelrot, beim High-Flow-Priapismus eher hellrot gefärbt.

Zum Schluß erfolgt noch die Untersuchung des arteriellen und venösen Blutdurchflusses in den Schwellkörpern. Dazu wird ein sogenanntes Farbduplexsonograf (Ultraschallgerät) verwendet, der beim Low-Flow-Priapismus sehr niedrige Werte anzeigt, bis fast hin zu Null.

Behandlung einer Dauererektion

Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte die Behandlung, insbesondere beim beim Low-Flow-Priapismus sehr schnell erfolgen. Innerhalb von 12 Stunden sollte die Behandlung eingeleitet werden, damit das aufgestaute sauerstoffarme Blut wieder aus den Schwellkörpern abfließt.

Bei der Behandlung haben sich 2 Methoden etabliert. Bei der Ersteren wird eine bestimmte Substanz (wie Methylenblau, Adrenalin, Etilefrin, Noradrenalin, Phenylephrin) in die Schwellkörper injiziert. So zieht sich die glatte Muskulatur in den Schwellkörpern zusammen, die Venen blockieren nicht mehr und das Blut kann ungehindert aus dem Penis abfließen. In sehr selten Fällen zeigt sich die Wirkung der injizierten Substanz erst nach mehreren Anwendungen, die im Abstand von 5 - 10 Minuten vorgenommen werden können.

Bei der anderen Methode wird mittels einer Kanüle bis zu 500 Milliliter des aufgestauten Bluts aus den Schwellkörpern abgesaugt. Danach wird eine Spülung mit einer Kochsalz-Heparin-Lösung vorgenommen.

Sollten sich bei beiden Methoden keine Erfolge abzeichnen, wird eine Operation vorgenommen. Es wird eine künstliche Verbindung zwischen Penisarterie und Vene hergestellt, über die das angestaute Blut abfließen kann.

In den meisten Fällen wächst diese Verbindung von alleine wieder zu, allerdings droht in der Hälfte aller Fälle eine dauerhafte erektile Dysfunktion. Das Risiko für anhaltende Potenzstörungen steigt mit zunehmender Dauer des Priapismus. Zu den weiteren Nebenwirkungen die aufterten können gehören Entzündungen der Schwellkörper oder Einblutungen.

Bei einem intermittierenden oder High-Flow-Priapismus handelt es sich um keinen Notfall, da die Erektion in den meisten Fällen nach 3 – 4 Stunden von selbst weggeht. Trotzdem empfehlen wir Ihnen zeitnah einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache der Dauererektion herauszufinden und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Auch beim High-Flow-Priapismus lässt die Erektion in 2/3 aller Fälle im Laufe der Zeit von selbst nach. Wann das der Fall ist, ist jedoch individuell sehr verschieden. In diesem Fall kann eine sogenannte Embolisation durchgeführt werden, bei der die beschädigten Blutgefäße wieder verschlossen werden. Das Risiko einer erektilen Dysfunktion ist mit 50 Prozent aber sehr hoch.